Nina zu Besuch in China
Verfasst von piwy am 13.05.2010
Am 24. April habe ich Nina am Flughafen Shanghai Pudong abgeholt. Wir hatten uns ca. 11 Wochen nicht gesehen. Als sie endlich nach 5,5 Stunden Verspätung (Dank der Aschewolke) gelandet ist, haben wir uns direkt auf die 3 stündige Busfahrt nach Hangzhou begeben.
Die ersten Tage habe ich Nina Hangzhou gezeigt. U.a Westsee, ein paar Berge, Westsee-Musical, "Klamotten-Märkte", Innenstadt, Xixi-Wetlandpark, Seidenmarkt.... und so weiter Eigtl. haben wir versucht alles Sehenswerte irgendwie zu besichtigen, auch wenn es nur kurz war :) Ich hoffe Nina verzeiht mir das viele Gehen im Nachhinein
Am Ende der ersten Woche haben wir uns auf die selbst geplante Reise nach Putuoshan begeben. Putuoshan ist eine Insel an der Küste. Die Busfahrt dort hin dauerte ca. 5,5 Stunden und die anschließende Bootfahrt 20 Minuten. Natürlich sind wir einfach in einen Reisebus eingstiegen und haben uns vorher noch kein Hotel besorgt Zum Glück sind wir ohne Probleme angekommen und haben auch ein Hotel gefunden. Die Insel war meiner Ansicht nach eine reine "Touristen-Insel". Zu besichtigen gab es u.a viele Tempel, einen sehr hohen Berg und mehrere sehr schöne Strände. Das Highlight war der Aufstieg auf den höchsten Ber der Insel um den Tempel dort zu besichtigen. Die Treppe war so ewig lang und bei der Hitze war es wirklich sehr schweißtreiben Auf dieser Insel haben wir 2 Tage verbracht.

Am Ende ihrer Reise sind wir für 3 Tage nach Shanghai gefahren. Diesesmal haben wir unser Hotel vorher gebucht und auch ein Gutes erwischt.
Den ersten Tag haben wir die Sehenswürdigkeiten im Zentrum der Stadt besichtigt. Wir waren in der großen Fussgängerzone (leider habe ich den Namen grad nicht parat ^^), am Bund (Uferpromenade mit Ausblick auf den TV-Turm, Hochhäuser...) und den YU-Garten. Alles war sehr schön anzusehen.
Den zweiten Tag waren wir auf der Expo. Wir haben versucht viel Anzusehen, aber das Gelände war einfach zu rießig. Wir sind durch maximal 1/3 der gesamten Fläche gelaufen und haben davon auch nur einen Bruchteil der Pavilons besichtigen können. Die meißten Pavilons haben jedoch einfach nur "Show" gemacht.
Am folgeneden Tag sind wir Richtung Flughafen aufgebrochen und haben dafür auch die berühmte Magnetschwebebahn verwendet. Leider ist sie bei nur 301 km/h gefahren. Die Steillage in den Kurven war aber trotzdem ein schönes Erlebnis :)





Song Dynasty Town
Verfasst von piwy am 21.04.2010
Letztes Wochenende hat ein Tagesausflug des "Ausländer-Wohnheims" statt gefunden und wir sind in die Song Dynasty Town gefahren. Das ist im Prinzip ein großes Gelände, welches anscheinend entsprechend dieser Dynasty aufgebaut ist. Es gab u.a. Tempel, Märkte, Wasserspielgärten, Geisterbahnen, Musicals und Aufführungen zu besichtigen. Das Highlight war das 1,5 stündige Musical. Es war sehr schön anzusehen und einfach klasse!
Für alle die es noch nicht wissen oder vergessen haben, Nina kommt dieses Wochende zu mir nach China und ich freue mich sehr :)







Tiantai
Verfasst von piwy am 08.04.2010
Diese Woche war ich drei Tage in der Stadt "Taintai". Sie ist ca. 2-3 Stunden von Hangzhou mit dem Bus entfernt und eine eher kleine Stadt mit rund 600.000 Einwohnern. Grund für meine Reise war der Test und die Inbetriebnahme des Vibrationstisches. Mein Part hat auch wunderbar geklappt und wackelt nun wie ne 1

Hingefahren bin ich mit einem Reisebus. Als ich angekommen bin wurde ich direkt am Busbahnhof vom Chef-Ingenieur und einer Übersetzin abgeholt. Den restlichen Tag habe ich damit verbracht mich im Büro des Chef-Ingenieurs auszuruhen und Tee zu trinken ^^ Die wollten es so

Danach hat mich ein Manager (für irgendwas) mit seiner Frau ins Hotel gebracht und anschließend zum Essen eingeladen. Wir waren "Hot Pot" essen. Das ich ähnlich wie Fondue in Deutschland, nur größer und spezieller. Das Essen war wirklich sehr sehr lecker und einer meier besten hier in China
Mein Hotel war für chinesische Standards sehr gut. Im Hotel kann sich das Frühstück leider nicht so aussuchen und ich musste deswegen u.a. gebrantene Nudeln und Teigtaschen (Baozi) zum Frühstück essen
Nächsten Tag ging es in die Firma und ich habe eigtl. den ganzen Tag meine Übersetzerin und einen Labor-Ingenieur an meiner Seite gehabt. Die Aufgabe des Ingenieurs war hauptsächlich heißes Wasser in meinem Tee nachzugießen ^^ Er hat es automatisch gemacht sobald ich etwas getrunken hab
Dieses Abend wurde ich dann von einer anderen Managerin (für irgendwas anderes) zum Essen eingeladen. Diesesmal ist die Übersetzerin und der Fahrer mitgekommen. Wir haben klassisch Chinesisch mit Drehtisch gegessen. Auch dieses Essen war sehr gut, aber leider viel zu viel :)
Achso, abgeholt und ins Hotel gefahren wurde ich immer von einem Fahrer extra für mich Das Auto war ein dicker Chevrolet und nen schicker Buick.

Zum Mittag habe ich in der "Chef"-Kantine gegessen. Für eine Kantine war das Essen sehr gut. Der Chef dieser Firma hat mir den einen Tag so viel Essen gebracht, dass der ganze Tisch aufeinmal voll stand ^^ Irgendwie hat er wohl gedacht das ich mehr Fleisch brauche und hat mir einfach immer mehr hingestellt :)

Am letztes Tag war ich gegen Mittag mit meiner Arbeit fertig und die Firma hat eine kleine Besichtigungstour in einem Tempel der Stadt organisiert. Also bin ich dann mit der Übersetzerin und dem Fahrer zu diesem "berühmten" Tempel gefahren und sie hat mir etwas darüber erzählt. Aber bei den Tempeln ist es so: "Kennt man Einen, kennt man Alle" Fotos habe ich natürlich trotzdem gemacht :p

Danach wurde ich zum Busbahnhof gefahren und direkt bis zu meinem Sitzplatz im Bus gebracht. Danach ging es Richtung Hangzhou. Dort musste ich mich alleine vom großen Busbahnhof (andere Seite der Stadt) zur Uni durchkämpfen. Es hat aber alles gut geklappt, obwohl ich gerade mal ein chinesisches Zeichen von der Zielhaltestelle wusste

Also der Aufenthalt in Tiantai war sehr schön und ich freue mich sehr auf meinen nächsten : )





Hangzhou Baoshi Hill & 1. Arbeitswoche
Verfasst von piwy am 28.02.2010
Diese Woche hat meine eigtl. Arbeit in China begonnen. Ich "arbeite" in einem Labor für Automatisierungstechnik und "Produktentwicklung" direkt in der Uni. Das Labor ist in einem großen typischen Universitätshaus. Das Besondere ist jedoch der "Nebeneingang". Er ist ein Garagentor nach draußen Dieses Tor steht meistens halb offen und wir sitzen sozusagen an der frischen Luft ^^
In dem Labor sind außer mir der Prof., ein Laboringenieur und zwei Studenten. Mittags und Abends gehen wir immer in eine der "vielen" Mensen. Das Essen wird nicht auf einem Teller serviert, sondern direkt in das Tablett. In diesem Metalltablett sind die Schalen sozusagen eingeformt. Bisher hat das Essen auch ganz gut geschmeckt. Jedoch sind die Chinesen sehr schnelle esser und ich muss ganz schön Gas geben

Mein Projekt hier in China ist die Softwareentwicklung eines Prüfstandes für Fahrersitze von "schweren Landmaschinen", wie Bagger und ähnliche. Dort ist eine Vibrationsplattform auf der die Fahrersitze montiert werden. Dieser Shaker und die dazugehörigen Sensoren müssen in Labview gesteuert werden. Diese Sitze sollen als Endprodukt nach ISO 7097 verifiziert werden...

Gestern war ich am Wulin Square und bin anschließend quer durch die Innenstadt gelaufen
Heute war ich auf dem Baoshi Hill. Dieser Berg ist mir schon in der ersten Woche aufgefallen. Das Besondere ist, dass man von unten, also West Lake, viele Menschen auf einem rießigen Stein an der Spitze des Berges sehen kann. Von unten sieht es echt witzig und todgefährlich aus
Nach langem Aufmarsch habe ich mir dort oben die Tempel und sonstigen Aussichtsplätze angesehen. Aber ein Ort hat mich sehr fasziniert. An der Krone dieses Berges sind mehrere rießige Felsbrocken die man besteigen kann. Einige Wege zwischen diesen Brocken sind ganz einfach, aber manche erfordern wirkliche Kletterkunst. Teilweise waren das senkrechte Wände an denen wirklich Menschen ohne Kletterausrüstung hochgeklettert sind. Ich habe mich mit den kleineren Steigungen begnügt
Um auf den einen "Stein" raufzukommen musste ich mich schon sehr bemühen und die richtigen Griffstellen finden. Es war wirklich nicht leicht und etwas gefährtlich, aber es hat Spaß gemacht Aber runter war natürlich noch schwerer. Ich und die meisten anderen haben dabei wirklich dumm aus der Wäsche geschaut. Denn runter mussten wir alle wieder Als ich irgendwie runtergeklettert und gerutscht bin habe ich eine Weile den Anderen dabei zugesehen
Manche sind über die Felsen gehüpft wie kleine Kaninchen und haben dafür bestimmt jahrelang geübt.
Man beachte auf dem letzten Foto die springende Person...




Hangzhou West Lake (III)
Verfasst von piwy am 21.02.2010
Nun war ich den 3. Tag hintereinander am West Lake und es gibt immernoch so viel dort zu erkunden

Diesen Tag hat mich aber mein chinesischer Freund von Donnerstag begleitet. Es war nicht leicht mich mit ihm telefonisch zu verständigen, weil sein Englisch ( und meines auch ) nicht das Beste ist ^^

Zuerst sind wir in einem Schnell-Restaurant essen gegangen. Dort wurden mehrere Teller auf den Tisch gestellt. Jeder hat sich mit seinen Stäbchen einfach etwas davon genommen. Das Essen hat sehr gut geschmeckt und ich werde jeden Tag besser im "Stäbchenessen"
Erst dachte ich, ich halte die Stäbchen komplett falsch, aber der Freund von Shen hat mir verraten, dass ich sie richtig halte. Er und Shen die Stäbchen anders halten, weil es leichter ist und sie es so gelernt haben
Ich werde wohl bei meiner Stäbchenstellung bleiben, weil ich damit so langsam in der Lage bin, ohne große Aufmerksamkeit zu erregen, zu essen.





Hangzhou West Lake (II)
Verfasst von piwy am 20.02.2010
An diesem Tag habe ich mir die östliche? Seite des West Lake`s angesehen. Wie gestern auch gibt es dazu eigentlich nichts besonderes zu sagen

Gestern im Junci Tempel wurden übrigens Bündel von Räucherstäbchen? und gefaltetes Papier (wovon eine Seite glänzend war) verbrannt. Leider weiß ich nicht wieso.
Im King Qians Tempel wurde diesesmal nichts verbrannt, sondern geplanzt. Dort waren Reihenweise Blumen in Töpfen aufgestellt. Ich glaube man kann sich dort eine Planze im Topf hinstellen und diesen mit irgendetwas beschriften. Viele Leute haben zig Nahaufnahmen von ihren? Pflanzen gemacht.

Gegessen habe ich heute in einem chinesischen Fastfood Restaurant. Leider kann ich nicht in jeden noch so schöne Restaurant gehen, weil ich leider immer eine Karte mit Bildern brauche
Wer auch imemr mir alles gesagt hat, dass Reis klebrig ist und deswegen leicht zu essen ist hat unrecht! Der Reis an sicht ist klebrig, aber wenn er mit Soße in berührung kommt ist die "Klebrigkeit" futsch
Aus diesem Grund konnte ich leider nicht alles vollständig aufessen ^^

Der Wu Hill hat mich fast zum Verzweifeln gebracht, weil ich einfach nicht den richtigen Weg runter gefunden habe. Als ich einen Weg nach unten hatte, war es natürlich der falsche und hätte irgendwo in einem ärmeren Wohngebiet geendet. Kurz vor Dunkelheit und mehrmaligen hoch und runter habe ich den Weg gefunden! ^^




Hangzhou West Lake
Verfasst von piwy am 19.02.2010
Wie schon länger geplant bin ich heute endlich mal zum West Lake gefahren. Der West Lake ist ein sehr großer See im Zentrum von Hangzhou. Viele Menschen kommen von weit her um ihn sich anzusehen.
Ich habe es nicht geschafft alle wichtigen Punkte an einem Tag anzusehen. Daher werde ich einen anderen Tag wohl nochmal dahin fahren
Zum See gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Ein typischer Besichtigungstag halt. Ich habe viele Fotos gemacht und meistens keine Ahnung wovon
Den ganzen Haufen an Bildern habe ich bei "Bilder" einsortiert...


Vielleicht noch etwas zum Essen Heute habe ich wieder etwas besonderes gegessen. Es sieht aus wie eine gerupfte Entenhaut, hat aber die Konsistenz von Tofu und schmeckt auch wie Tofu mit komischem Beigeschmack... ... also war es wahrscheinlich auch Tofu





Hangzhou Xixi Wetland Park
Verfasst von piwy am 18.02.2010
Eigentlich hatte ich heute vor den berühmten West Lake zu besichtigen, aber da ich mal wieder zu lange geschlafen habe bin ich einfach an einem grünen Park mit vielen Menschen ausgestiegen

Dieser Park ist ein riesiges Feuchtbiotop und angeblich eines der Größten in China. Der Name lautet "Xixi Wetland Park".
Ich bin im Park einfach den Menschen hinter her gegangen und habe einen haufen Fotos gemacht. Dieser Park ist sehr gepflegt und teilweise wirklich sehr schön gewesen.


Am besten fand ich die unzähligen Brücken ohne Geländer. Teilweise war die Brücke sehr sehr schmal und es ging tief ins Wasser Einmal musste ich über mehrere Steine hopsen um auf die andere Seite zu kommen ^^ In DE wäre sowas allein aus sicherheitstechnischen Gründen nicht denkbar.
Witzig war auch, dass sehr viele Leute "Hello" zu mir gerufen haben.


Nach kurzer Zeit habe ich einen Chinesen Namens Shen Ping kennengelernt. Er spricht nur ein bisschen Englisch, aber wir konnten uns trotzdem gut unterhalten. Mit ihm bin ich dann die restliche Zeit durch diesen Park gelaufen. In einer "Fressmeile" hat er mich zweimal zum Essen eingeladen.



Als erstes haben wir etwas grünes Teigartiges gegessen, dass mit Gemüse oder so gefüllt war. Es war sehr klebrig und nicht leicht zu essen.




Danach haben wir Nudeln mit Ei und Brühe gegessen. Dort musste ich wieder mit Stäbchen essen und es war wirklich nicht leicht. Zum Glück brauch man in China nicht ordentlich essen und saugt die Nudel einfach mit dem Mund ein, wenn man eine erwischt hat



Da ich relativ viele Bilder gemacht habe, kann ich sie hier nicht alle reinpacken. Aber ich habe sie bei "Bilder" einsortiert.

Morgen versuche ich aber wirklich mal eher aufzustehen und besuche den West Lake. Ich habe mir diesesmal auch auf Chinesisch aufschreiben lassen wie meine Taxi-Endstation dazu heißt.


Außerdem habe ich mal ein paar Bilder von der ZUST gemacht. Es ist ein wirklich großes Gelände mit gepfelgten Grünanlagen. In dem hinteren grau-weiß gestreiften Haus wohne ich übrigens





Achso, das in den Bällen sind kleine Kinder die damit über das Wasser rollen ^^





Hangzhou Tag 3
Verfasst von piwy am 17.02.2010
Heute habe ich zum ersten mal versucht in die Fussgängerzone zu gelangen
Dazu bin ich die erste Strecke wie gestern mit dem Bus gefahren und vom Dragon Sport Center aus mit dem Taxi. Taxifahren ist in Hangzhou relativ günstig und einfach. Ich glaube die ersten drei Kilimeter kosten 10 Yuan, also 1 €, und danach jeder Kilimeter knappe 20 Cent.
Leider konnten die Taxifahrer kein Wort Englisch. Nachdem ich dem Taxifahrer bestimmt 10 mal "Wulinmen" gesagt habe, ist er endlich losgefahren. Davor hat er mir irgendein Flugzeug oder so aufgemalt. Keine Ahnung was das bedeuten sollte. Wulinmen ist in der Nähe der Fussgängerzone, leider weiß ich nicht was es ist, aber es ist ein sehr bekannter Ort. Von "Wulinmen" hatte mich auch mein Prof. am ersten Tag abgeholt.
Von dort aus bin ich einfach den vielen Menschen richtig Fussgängerzone gefolgt Leider habe ich erst garnicht mitbekommen das ich in der Einkaufs-Innenstadt bin, weil es nicht wie in DE nur für Fussgänger ist. In der Mitte verläuft nämlich eine große mehrspurige Straße.
Die Geschäfte sind ähnlich wie in DE. Ich habe zB Zara, H&M, Jack&Jones und co. gesehen. Leider sind die Preise auch fast genauso wie in DE
An jeder Seitenstraße standen kleine Händler mit mobilen "Grillstationen" die irgendwelche sehr komischen essbaren Dinge verkauft haben. Auch mehrere fahrbare Maisbuden habe ich gesehen. Fahrbar heißt ein großer umgebautet Fahrradanhänger mit Fahrrad vorne dran. Darauf befindet sich eine große Bratpfanne die mit irgendwelchen Kohlen geheizt wird.
An diese Buden habe ich mich noch nicht rangetraut
Stattdessen bin ich zu KFC gegangen. Das Essen dort ist ähnlich wie bei Mc Donalds und eigtl. sehr langweilig gewesen. Preislich ist es jedoch deutlich günstiger als die Fastfood-Buden in DE. Ich glaube ich habe für ein kompletten Menü 2,5€ bezahlt.

Anschließend habe ich versucht in einem großen Supermarkt ein paar Reinigungsmittel zu kaufen. Es war wirklich nicht leicht ^^
Die Verkäufer haben mir auch irgendwie versucht zu helfen, aber naja
Danach ging es mit dem Taxi wieder zum Sports Center und mit dem letzten Bus zurück zur ZUST.

Dort habe ich endlich mal meine große Dose mit Instandnudeln ausprobiert. Hat ganz okay geschmeckt. Anscheinend ernähren die Chinesen sich sehr häufig damit, weil die Supermärke ein riesiges Angebot davon haben.



Morgen Versuche ich den berühmten West-Lake in Hangzhou zu besichtigen. Er ist ein sehtr bekannter Ort in China. Mal sehen was mich dort erwarten wird! Außerdem versuche ich mal etwas eher als 13 Uhr aufzustehen ...liegt wohl an der Zeitumstellung...




Praxissemester China
Verfasst von piwy am 16.02.2010
Für diejenigen die es vielleicht noch nicht mitbekommen haben, ich wohne nun seit zwei Tagen in China - Hangzhou ( Stadtname ) an der Zhejiang University of Science and Technology ( ZUST ) und werde dort mein Praxissemester durchführen.

Damit ich nicht jedem drei mal erzählen muss wie es war, versuche ich hier ab und an eine grobe Zusammenfassung, mit hoffentlich vielen Bildern, zu schreiben.
Gestartet bin ich in Frankfurt a. M. und habe mich dort von meiner Familie und Nina verabschiedet. Da ich rechtzeitig am Flughafen war hat der Sicherheits-Check-In, welcher für mehrere Gates ist, nur gute 20 min gedauert und problemlos geklappt.
Erfreulicherweise war das Flugzeug nur zu schätzungsweise zu 20% besetzt, was wohl an den aktuellen Feiertagen in China liegt. Dadurch hatte jeder genug Platz zum Schlafen und konnte sich mehrere Kissen nehmen Manche chinesischen Fluggäste haben sich die mittleren 4er Reihen als Bett umfunktioniert
Während des Fluges gab es zwei eher bescheidene warme Mahlzeiten die trotzdem ganz akzeptabel schmeckten. Das Essen wirkte wie eine Mischung aus chinesischem und deutschem Essen.
Der Flug dauerte 11 Stunden. Während des Fluges habe ich einen chinesichen Mann ( leider ist sein Name so kompliziert, dass ich ihn mir nicht lange merken konnte ) kennengelernt. Zufälligerweise spricht er perfekt deutsch und musste auch nach Hangzhou. Dank ihm bin ich problemlos und schnell (!) nach Hangzhou gekommen. Normalerweise wollte ich mit dem Bus von Shanghai - Flughafen zum Shanghai - Bahnhof und von dort aus mit einem schnellen Zug ( wie ICE ) nach Hangzhou. Zum Glück habe ich es nicht gemacht, weil der Ticketkauf am Bahnhof sehr sehr sehr lange ( laut seiner Aussage oft mehr als eine Stunde ) dauert und es Glückssache ist wann man ein Ticket bekommt.
Stattdessen haben wir einen "long distance bus" direkt nach Hangzhou genommen. Dieser hat umgerechnet ca. 10 € gekostet. Die Busfahrt dauerte fast drei Stunden und war sehr rasant Mein chinesicher Freund hat mich vor Abfahrt noch auf die etwas andere Fahrweise hingewiesen.
Eine solche Fahrweise habe ich in DE noch nie gesehen
Am Beginn jeder Autobahn stehen kleine Häuschen an denen die Fahrer für die Benutzung der autobahn bezahlen müssen. Ich glaube insgesamt waren es 4 oder 5 davon!
Da gerade in China Feiertage sind und die Menschen zuhause bei ihren Familien sind, sind die Straßen extrem leer gewesen. Auch der Flughafen war extrem leer. Ich bin schon gespannt wie voll es wird wenn die Feiertage zuende sind
Die Leute im Bus waren alle sehr nett und aufgeschlossen. Eine Familie hat sogar meinen Betreuer in China angerufen und ihm auf chinesisch mitgeteilt wann und wo ich aussteige. Ich hatte ihm davor schon benachrichtigt, aber irgendwie wollten die unbedingt nocheinmal bei ihm anrufen. Als wir in Hangzhou angekommen sind hat mein chinesischer Freund aus dem Flugzeug auch sofort nocheinmal bei meinem Betreuer ( Prof. Xiang ) angerufen, weil er noch nicht da war Nach 30 sec kam er jedoch und hat mich abgeholt.
Anschließend sind wir mit seiner Ehefrau in einen Supermarkt gefahren und haben einige Dinge für mich eingekauft. Ich war in dem Laden leicht überfordert, weil ich mit den meisten Produkten nichts anfangen konnte. Käse und Brotprodukte sind irgendwie nicht so stark vertreten wie in DE. Aber dank seiner Hilfe habe ich Einiges gefunden.
Nach dem Einkaufen sind wir zu meiner Wohnung im Fremden-Wohnheim der ZUST gefahren.
Der erste Eindruck war sehr positiv. Es sah alles sehr gepflegt und hochwertig aus. Aber nach genauerer Betrachtung ist es alles sehr schnell und unachtsam zusammengebaut Trotzdem bin ich sehr positiv überrascht! Ich habe mit etwas sehr viel schlechterem gerechnet.
Heizungen gibt es hier anscheinend garnicht. Wenn überhaupt Klimaanlagen mit eingebauter Heizfunktion über Strom. Jedesmal wenn meine Klimaanlage heizt, flackert das Licht kurz Heute Morgen ist sogar die Sicherung rausgeflogen nur weil ich beim Heizen zusätzlich ein Licht angemacht habe ^^
Trotz der elektrischen Heizung ist es doch etwas kalt in der Wohnung. Mittlerweile habe ich mich an den warmen Luftstrom ( wie beim Fön ) und der restlichen kalten Luft gewöhnt.
Nachdem wir meine neue Wohnung besichtigt haben, habe ich von einer Angestellten Bettzeugs und einen Wasserflasche bekommen. Die Wasserflasche ist ein 18 Liter Fass für meinen Wasserspender im Zimmer. Der Wasserspender ist vergleichbar mit denen beim Arzt oder Supermarkt. Es gibt auch zwei Wasserauslässe, jedoch ist der zweite nicht für gekühltes sondern für warmes Wasser. Das warme Wasser ist kochend heiß! ...Perfekt für das Instand-Essen
Etwas später wurde ich von Prof. Xiang zum Essen in seiner Wohnung abgeholt. Diese Gastfreundlichkeit hätte ich wirklich nicht erwartet. Diese Mahlzeit war somit mein ersten ECHTES chinesisches Essen. Es hat wirklich sehr sehr gut geschmeckt und sah nach sehr viel Arbeit aus. Gegessen wurde natürlich mit Stäbchen. Im Stäbchenessen bin ich noch ein Anfänger, deshalt sah man es mir natürlich auch an. Nachdem er mir einen kleinen Trick gezeigt hat, ging das Essen deutlich schneller ...einfach mit dem Stab in die großen Stücke reinstechen ^^
Wenn ich es richtig zuordnen kann gab es Fleisch in gepresstem Reis, Suppe mit Pilzen und Sonstigem , soetwas wie geschnittenes Gemüse und etwas süßliches mit Reis ( schmeckte etwas wie Milchreis ).

Anschließend ging es nach langer Anreise endlich in harte Bett. Die Matratze ist dicker als typisch deutsche, jedoch deutlich Härter! ...als ob man auf dem Teppichboden schläft Trotzdem konnte ich darauf erstaunlich gut schlafen.
Die gesamte Anreise hat übrigens knapp 20 Stunden gedauert.

Gefrühstückt habe ich heute süßliches Gepäck, welches ich von Fam. Xiang geschenkt bekommen habe. Das eine Gebäck schmeckte etwas wie ein Croissant mit gebratenen Nüssen. Dieses Gebäck ist wirklich sehr lecker! Schade das ich das später nicht in DE finden werde
Das zweite Gebäck wirkte wie ein dickes süßes Toastbrot, welches in Zucker gebadet hat. Auch sehr lecker! Aber das erste Gebäck kann es nicht toppen
Nachdem ich mich etwas eingerichtet habe und auch gleich das Badezimmerschloss kaputt gemacht habe ( ein sehr komischer Drehknauf ), kam Prof. Xiang und wir haben eine Prepaid-Handy-Karte für mich besort. Hier gibt es zwei große Anbieter die ihre Verkaufsgeschäfte so gut wie immer in unmittelbarer Nähe haben. Er hat mir eine Karte von China Mobile empfohlen. Für knapp 10€ habe ich eine Karte mit 5€ Startguthaben und irgendwie für 3 Monate eine 1€ Gutschrift bekommen. Die Gespräche kosten umgerechnet 4 Cent. SMS nur 1-2 Cent. Anders als in DE muss man oft für eingehende Gespräche auch zahlen! Außerdem brauch man bei Handynummer keine Null vorweg.
Als wir wieder in meiner Wohnung waren hat mir Prof. Xiang das Bussystem etwas erklärt. Kurz danach habe ich meine erste Busfahrt alleine angetreten. In Hangzhou kostet eine Busfahrt immer 2 Yuan (ca. 20 Cent). Man wirft das Geld passend in eine Blechdose beim Busfahrer und setzt sich hin. Wenn man sowas wie eine öffentliche Prepaidkarte besetzt kann man auch damit bezahlen.
Das witzige an den Ampel ist, das dort bei Rot ein Countdown auf 0 runterzählt. Somit kann man sich gut auf eine kommende Grünphase vorbereiten. Bei den Fussgängern ist auch oft so ein Countdown eingebaut. Mit dem Bus bin ich bis zum Dragon Sports Center ( sowas wie ein riesiges Statiom) gefahren und dort ausgestiegen. Eigentlich wollte ich von da aus in die Fussgängerzone, aber weil es schon dunkel wurde und ich mich garnicht auskenne bin ich dort ausgestiegen und habe mich dort umgesehen. Ansonsten wäre ich von dort aus mit dem Taxi in die Fussgängerzone gefahren.
Dort habe ich mich auf die Suche nach etwas zu essen gemacht und habe mich letztendlich für einen kleinen "Kiosk" entschieden. Ich musste natürlich auch darauf achten, dass ich danach passend 2 Yuan Kleingeld für den Bus habe. In diesem Kiosk habe ich versucht zu erfragen was das Essen ist, aber leider konnten die Verkäufer kein Englisch. Also habe ich irgendetwas genommen. Das einzige Essen was ich wiedererkannt habe, waren 1000 jährige Eier ( schwarze vergammelte Eier, aber essbar -> Wiki weiß es ).
Ich habe mich für etwas an einem Holzspieß entschieden. Es sah aus wie wabbeliges Gyros am Spieß. Dazu gab es einen Becher mit Brühe. Das Etwas hat wie weiches fettiges Fleisch geschmeckt. Ich habe es sogar aufgegessen und es hat auch gut geschmeckt. Die Brühe habe ich jedoch nicht ausgetrunken Ich will lieber nicht wissen was es war ^^


Danach ging es wieder zurück und ich habe natürlich erst nach langem Suchen die Haltestelle gefunden. Die Fussgängerampeln schalten teilweise sehr sehr zügig und irgendwie fahren trotzdem Autos drüber. Natürlich bin ich auch zu weit gefahren... ...zum Glück nur eine Station.

Danach habe ich mir etwas Toast mit Käseartigem gemacht. Den Toaster hat mir Prof. Xiang extra noch vorbei gebracht. Bei diesem Käse war sogar ein Buttermesser gratis dabei
Bzgl. Essen, in DE wird auf die Lebensmittel ein Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt. In China ist das Datum jedoch das Herstellungsdatum! Ich dachte zuerst das all mein Essen vergammelt ist ( inkl. Cola )
Angeblich steht da auch noch irgendwo wieviele Tage/Monate/Jahre das Essen danach noch Haltbar ist. Ich kann das aber irgendwie noch nichtg finden ^^

Bisher ist hier noch so jede Kleinigkeit nicht so selbstverständlich wie in DE für mich. Aber das ist das Interessante und Spannende daran








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